Donnerstag, 29. Dezember 2011

Schwarz-Weiss-Cookies mit Walnüssen

Das Weihnachts-Keks-Backen ist vorbei, aber warum sollte man nur zu Weihnachten leckere kleine Naschereien backen? Mit einigen selbst gebackenen Cookies als Mitbringsel kann man immer punkten, Schokolade mag auch (fast) jeder und somit ist dieses Rezept vielleicht eine Idee für den nächsten Besuch bei den Eltern, Freunden, die nächste Party oder einfach ein Dankeschön für einen lieben Menschen.
Gefunden habe ich es im Buch "Geschenkideen aus der Küche" von Nicole Stich & Coco Lang. Dieses Buch nehme ich immer mal wieder sehr gern zur Hand, wenn ich mich inspirieren lassen will.



Zutaten:
3 grüne Kardamomkapseln
100 g Zucker (davon 50 g für den Teig)
100 g Zartbitterschokolade (ich hatte 70% ige)
25 g Butter
1 EL Kaffeelikör
1 Ei
50 g gemahlene Walnüsse
50 g Mehl
1/4 TL Backpulver
1 Prise feines Meersalz
50 Puderzucker

Zubereitung:
Die Kardamomkapseln öffnen und den schwarzen Kern in einen Mörser geben. Mit 1/2 TL Zucker fein zermahlen. In eine Metallschüssel die in kleine Stücke zerbrochene Schokolade, den Kaffeelikör und die Butter geben und im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Dabei hin und wieder rühren. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Ei und 50 g Zucker mit dem Handmixer gut schaumig rühren. Es sollte dabei eine helle und dickliche Crème entstehen. Dann die abgekühlte Schokolade unterrühren und anschließend die Walnüsse, den Kardamomzucker, Mehl, Backpulver und das Salz.
Abgedeckt 2 Stunden kalt stellen.
Backofen auf 175 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig zu walnussgroßen Kugeln formen und zunächst in Zucker, danach im Puderzucker wälzen. Die Kugeln sollen gut rundherum damit bedeckt sein.
Im gleichmäßigen Abstand auf das Blech setzen und ca. 15 Minuten backen. In einer gut schließenden Keksdose aufbewahren. Zwischen mehreren Keksschichten Pergamentpapier legen (oder passend zugeschnittenes Backpapier).
Varianten: Haselnüsse oder Mandeln statt der Walnüsse, Zimt und gemahlene Nelken für eine weihnachtlichen Geschmack. Für Mutige: Etwas Chili zur Schokolade geben.

Fazit: Sehr, sehr lecker. Kräftiger Schokoladengeschmack, würzig und ein wahrer Genuss zu einer guten Tasse Kaffee oder Tee.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Karamellisiertes Apfelmus aus dem Ofen

Ich liebe Apfelmus! Schon als Kind mochte ich am liebsten Apfelmus von meiner Großmutter selbst gekocht.  Oder das meiner Mutter von ihrem wunderbaren Apfel Gravensteiner. Mit den Jahren musste ich aber auch feststellen, dass mir gekauftes Apfelmus aus dem Glas zu süß ist. Geschmacklich ist es trotz des Zuckers Meilen vom selbst gekochten entfernt und auch das Beimengen von anderen Früchten kann bei mir nicht punkten. Also hatte ich kürzlich schon eine "Flotte Lotte" in der Hand. Die benutzte meine meine Großmutter für das "Durchnuddeln" der gekochten Äpfel. Der Preis ließ mich zunächst von dieser Idee Abstand nehmen. Und wie vernünftig ich doch manchmal auch sein kann, denn kurz darauf fand ich hier bei grain de sel - salzkorn das folgende Rezept.

Äpfel geschält und in Stücke geschnitten im Römertopf
Zutaten:
  • 2 kg Äfel
  • 1/4 TL Zimt, evt. eine Prise gemahlene Nelken oder Muskat

Zubereitung:

Äpfel waschen und schälen. Vierteln oder achteln und in einen Tontopf schichten. Ich habe mit Erfolg meinen Römertopf  damit zum Einsatz gebracht. Dann den Topf mit Deckel bei 160 °C  für mehrere Stunden  in den Backofen stellen. Ich hatte ihn für 4 Stunden im Ofen. Etwas länger geht auch. Michaela von Salzkorn lässt den Topf noch länger im Ofen (ca. 6 Stunden) und schreibt, dass eine französische Nachbarin ihr einmal eine Kostprobe eines nahezu schwarzen Apfelmuses geschenkt hätte. Wichtig ist die dunklere Farbe in jedem Fall, denn sie ist Ausdruck des Karamellisierens des Fruchtzuckers. Und das bringt auch den wunderbaren Geschmack.

Unglaublich lecker! Aromatisch, fruchtig und ganz ohne zusätzlichen Zucker!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Weihnachten 2011

Ich wünsche allen ein recht frohes und besinnliches Weihnachtsfest!


Es treibt der Wind im Winterwalde...

Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird.
Sie lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin bereit
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.




Dienstag, 20. Dezember 2011

Wintersalat mit Ziegenkäse

Irgendwie steht mir langsam nicht mehr der Sinn nach Salat. Das ist so ein Ur-Empfinden. Und als ich mich vor einiger Zeit mal mit der 5-Elemente-Küche der Traditionellen Chinesischen Medizin beschäftigte, wurde es mir auch klar. Ich friere sehr leicht, wie wohl nahezu alle weiblichen Geschöpfe. Und ein frischer Salat zählt mit seinen Bestandteilen eher zu den kühlen Lebensmitteln: Salat, Zitrone, Oliven, Gurke...

Bei dieser Salat-Kreation bringen Walnüsse, Ziegenkäse, Zwiebel, Pfeffer wärmende Elemente ins Spiel. Vielleicht mache ich mir mal in Kürze die Mühe und stelle eine Tabelle zur Oientierung zusammen, in der die wichtigsten Lebensmittel nach heiß, warm, neutral, erfrischend und kalt eingeteilt werden. Denn der gezielte Einsatz ist in der Wirkung verblüffend.


Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Handvoll Feldsalat
  • 2 kl. Radicchio
  • 1 rote Zwiebel
  • 12 rote und 12 helle Trauben
  • Orangenfilets von 2 Orangen
  • Ziegenkäse
  • Walnüsse

Dressing:

  • 3 EL Honig
  • 4 EL Rapsöl
  • 3 EL Weißweinessig (oder Saft einer Zitrone oder Rotweinessig)
  • 1 EL Dijon-Senf

Zubereitung:


Den Salat waschen, putzen, mit einem Küchentuch abtrocknen (oder trocken schleudern) und zupfen. Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne leicht anrösten und beiseite stellen. Die Orange filetieren. Weintrauben gut waschen und halbieren. Die Zwiebel in feine Streifen oder je nach Gusto in kleine Würfel schneiden. Den Ziegenkäse in Scheiben schneiden, falls man ihn in Form einer Rolle gekauft hat.
Dann auf einem Teller Salatblätter anrichten. Darauf dann die Orangenfilets, die halbierten Weintrauben und Zwiebelstreifen anrichten. Eine Scheibe Ziegenkäse in die Mitte setzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Walnüsse gleichmäßig verteilen. Bei diesen Zurtaten lohnt es sich, Orangenfilets, Weintrauben und Nüsse abzuzählen ;-) Nach Gusto auch mit mediterranen Kräutern bestreuen.

Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander mixen. Ich benutze dafür gern meinen kleinen Milchaufschäumer, um eine schöne cremige Konsistenz zu erreichen.

Dressing auf den vorbereiteten Tellern mit einem Esslöffel in einem dünnen Strahl verteilen.

Dazu schmeckt frisches Baguette. Oder dieses einfach weglassen, wenn man sich nach Montignac ernähren möchte.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Marzipankartoffeln

Dieses Rezept ist noch vom vorigen Jahr. Ich konnte es vom infizierten Blog retten und möchte es Euch auch in diesem Jahr gern ans Herz legen. Diese Marzipankartoffeln schmecken einfach sehr viel aromatischer und sind saftiger als gekaufte. Und die Mühen der Herstellung halten sich in Grenzen ;-) 
Leider hatte ich auch damals beim Foto-Shooting das Problem des frühen Dunkel-Werdens. Ich möchte meine Lieben in der Familie nicht mit studioartigen Aufbauten in der Küche nerven. Insofern will ich meine Fotos gern so unkompliziert und dennoch unverfälscht wie möglich aufnehmen. Vielleicht finde ich noch eine gescheite Lösung... Vielleicht hat jemand eine Idee?


Sie gehören zur Adventszeit einfach dazu….

Zutaten:

• 250 g Marzipanrohmasse (ich hatte welche aus 50% Mandeln und 50% Honig)
• 65 g Walnüsse, fein gehackt
• 35 ml Orangenlikör
• 2 EL Kakaopulver (evt. 1/4 TL Zimt untermischen)

Zubereitung:

Die Marzipanrohmasse in Würfel schneiden und auf einen großen Teller geben. Darauf die Walnüsse und den Orangenlikör und mit einer Gabel zerdrücken. Oder rasch mit den Händen unterkneten.

Auf einem tiefen Teller den Kakao mit dem Zimt mischen. Mit einem Löffel kleine Teile von der Marzipanmasse abstechen und mit beiden Händen Kugeln formen. Im Kakao wälzen.

Aufbewahren in einem verschließbaren Gefäß. Aber vielleicht muss man sie ja auch nicht lange aufbewahren ;-)


Sonntag, 27. November 2011

Rügen 2011

Ein kurzer Urlaub auf Rügen liegt hinter uns. Die frische Seeluft war die richtige Therapie für meinen Reizhusten, der mich bereits einige Tage zuvor befiel. Und wir hatten großes Glück: Ruhiges Herbstwetter, Windstille und milde Temperaturen, mussten dafür aber den Nebel in Kauf nehmen.


Kap Arkona im Nebel mit Leuchtturm und Schinkelturm. Für mehr Fotos hier klicken.

Sonntag, 20. November 2011

Kater Felix und der Garten

Es ist ca. 2 Monate her, dass Kater Felix noch im Garten streunen konnte. Nun hat er mit seinem Herrchen den Sommersitz wieder gegen die warme Wohnung eingetauscht. Im Garten entstanden noch einige andere Fotos, die die Stimmung eines sonnigen Herbsttages widerspiegeln. Frühling und Herbst sind für mich die schönsten Jahreszeiten. Insofern gehöre ich zu den Menschen, die in diesem Jahr den Sommer nicht vermisst haben ;-)



Für mehr Fotos bitte auf den Link klicken.

Samstag, 19. November 2011

Gebrannte Mandeln

In der Vorweihnachtszeit freue ich mich immer auf die Weihnachtsmärkte in dieser Stadt, vor allem auf die gebrannten Mandeln. Aber ich erinnere mich auch, dass ich im vorigen Jahr ein Tütchen gebrannte Mandeln für einen Preis erstanden habe der mich wirklich einen Moment nachdenken ließ. Die Alternative dazu: Selbermachen! Gefunden habe ich das Rezept im Kochbuch von Nicole Stich  "delicious day".


Zutaten:

125 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1/2 TL Zimt
100 ml Wasser
200 g ungehäutete Mandeln

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.

Zucker, Zimt und Wasser in einer großen Pfanne aufkochen und dann die Mandeln hinzufügen. Umrühren, damit alle Mandeln von der Flüssigkeit benetzt sind. Es dauert ca. 5-8 Minuten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und die Mandeln trocken aussehen und von einer hellen Kruste umhüllt sind. Jetzt sind die Mandeln noch nicht fertig!

Die Hitze reduzieren und weiterrühren, bis sich der Zucker nun wieder verflüssigt und karamellisiert. Immer schön rühren, damit die Mandeln gleichmäßig umhüllt werden und wie lackiert aussehen.

Dann auf das Blech schütten und mit 2 Gabeln vereinzeln. Vorsicht, sehr heiß! Nach dem Abkühlen kann man  eventuell zusammenklebende Mandeln auseinander brechen.

Entweder sofort knabbern oder in ein gut schließendes Gefäß geben.

Sehr, sehr lecker! Wie vom Weihnachtsmarkt, aber viel günstiger ;-) Und schön verpackt immer eine tolle Geschenkidee.


Freitag, 18. November 2011

Porridge

Viele rümpfen bei diesem Frühstück die Nase. Manche nennen es einfach Haferbrei. Und meinen, der wäre doch nur was für Kleinkinder oder Magenkranke. Kleinen Kindern schmeckt's, Magenkranken tut er gut und für mich ist Porridge einfach ein perfektes Frühstück für kalte Tage: Warm, vitamin- und eiweißreich und wohltuend sättigend. Porridge isst man gern in England, traditionell mit Wasser gekocht und gern ungesüßt. Mehr zum Porridge steht hier.


Zutaten:
  • Haferflocken
  • Wasser oder Milch oder Wasser mit Milch gemischt
  • frisches Obst, z.B. Orangen
  • oder eingewecktes Obst, Honig, Nüsse, Ahornsirup, Zucker und Zimt

Zubereitung:

ca. 2 Handvoll Haferflocken in ein Töpfchen geben und mit der Flüssigkeit aufgießen (ich nehme gern fettarme Milch). Kurz aufkochen und dabei rühren, damit nichts anbrennt. Die Haferflocken quellen etwas auf. Wird der Brei zu dick, dann noch etwas Flüssigkeit hinzufügen. 
Ich mag mein Porridge gern cremig und nicht zu dick. Fertig! Auf einen Teller geben und loslöffeln.
Aber als wahre Frühstücksgenießer kann man sein Porridge noch aufhübschen. Frisches Obst, kurz angeschmorte Apfelstücke, Trockenobst, Nüsse, Eingewecktes oder einfach nur Zucker und Zimt. 

Dienstag, 15. November 2011

Brownies

Nach diesem Rezept habe ich schon einige Male Brownies gebacken. Sie schmecken uns ganz fantastisch, sind schnell gebacken und bleiben sogar einige Tage frisch (falls mal was übrig bleiben sollte).


Zutaten:
  • 100 g Schokolade (70% Kakao)
  • 125 g Butter
  • 2 Eier
  • 200 g brauner Zucker
  • 1 x Vanillezucker
  • 125 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g gehackte Walnüsse

Zubereitung:

Die Schokolade in einem Schälchen über heißem Wasser schmelzen. Ich habe dazu eine kleine Metallschüssel, die perfekt in einen ebenso kleinenTopf passt. In diesen Topf ein wenig Wasser füllen, Schälchen darauf stellen, und dann das Wasser langsam zum Köcheln bringen.

In einer Rührschüssel Eier und Zucker gut miteinander verrühren. Die weiche Butter unterrühren, die geschmolzene Schokolade und dann Mehl, Backpulver, Salz und Walnüsse ebenfalls unterrühren.

Den Teig in eine gefettete Springform füllen und 30 min. bei 190 °C backen.

Am besten schmecken die Brownies, wenn sie nicht zu lange gebacken wurden und dadurch trocken werden. Meine Großmutter hätte sie dann damals "klitschig" genannt, ich nenne es heute saftig.

Montag, 7. November 2011

Altbrotroggen nach Lutz

Kürzlich konnte ich eine BioBäckerei in der Nähe Berlins besichtigen. Bei der kurzen Stippvisite in der Backstube ging mir das Herz auf: Nur beste Zutaten und des Bäckers kostbarste dazu - Zeit. Hier wird mit Sauerteig und Vorteigen gebacken und der Teig kann im Kühlraum Ruhe genießen. Ich sah etliche Gärformen fein säuberlich in Regalen gestapelt und in einem weiteren Regal dann auch altes Brot. Semmelmehl kenne ich... Und von der Verwendung alten Roggenbrotes in neuen Brotteigen hatte ich bereits bei Lutz unter Plötzblog gelesen. Danke, für dieses Rezept, ich bin begeistert! Macht Mühe, aber es lohnt sich. Wunderbares Aroma, Kruste und Krume machen stolz und erst der Geschmack!

Altbrotroggen nach einem Rezept von Lutz
Altbrot-Vorteig:
  • 100g altes getrocknetes Roggenbrot (ich schneide es zum Trocknen in Würfel)
  • 100 g Weizenmehl 550
  • 200 g Wasser
  • 1 g frische Hefe
Das Brot mit dem Wasser übergießen und 30 min. ziehen lassen. Dann die übrigen Zutaten unterrühren und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Nach ca. 24 Stunden den Sauerteig ansetzen.

Sauerteig:
  • 100 g Roggenmehl 1370
  • 100g Wasser
  • 20 g Anstellgut
Sauerteigzutaten miteinander verrühren und bis zum nächsten Tag bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Hauptteig:
  • Altbrot-Vorteig
  • Sauerteig
  • 50 g Roggenvollkornmehl
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Weizenmehl 550
  • 100 g Roggenmehl 1150
  • 150 g Roggenmehl 1370
  • 100 g Dinkelmehl 1050
  • 420 g Wasser
  • 18 g Salz
  • 10 g frische Hefe
Die Zutaten bis auf das Salz in eine große Rührschüssel geben und ca. 15 min. gut miteinander verkneten. Dann das Salz hinzufügen und noch einmal gut unterrühren. Der Teig sollte nun eine schöne weiche und glänzende Konsistenz haben.

Nun 1,5 Stunden Teigruhe im Kühlschrank. Dazu mit einem Küchentuch abdecken. Bei der großen Schüssel kam mir sehr gelegen, dass wir zur Zeit auf dem Balkon Kühlschranktemperaturen haben ;-)

Jeweils nach 30 Minuten einmal falten. Bei mir sah das so aus, dass ich den recht klebrigen Teig mittels eines Teigschabers vom Rand her in ca. 6 Schritten zur Mitte hin übergeschlagen habe.

Dann eine große bzw. noch besser 2 Gärformen ausmehlen, den Teig in die Gärform/en geben. Mit einem angefeuchteten Teigschaber die Oberfläche glätten und mit Mehl bestäuben. Mit einem Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen.

Bei der Verwendung von 2 Teiglingen habe ich zuerst ein Brot gebacken und die zweite Gärform während des Backvorgangs von ca. 1 Stunde wieder auf den Balkon gestellt. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber die Porung war bei diesem Brot noch schöner.

Backen: 

Ofen auf 250 °C vorheizen, für den Dampf ein Schälchen mit Wasser auf den Herdboden stellen. Brot auf ein Lochblech setzen, einschneiden und zunächst 15 min. mit Dampf backen, danach auf 190 °C reduzieren und 40 min. ohne Dampf weiter backen.

Sonntag, 6. November 2011

Herbsttag

Ein sonniger Novembertag geht zu Ende. Es ist wie die Ruhe vor dem Sturm. War es nicht auch im letzten Jahr so, dass uns ein goldener Oktober und noch sonnige Novembertage vergönnt waren? Um dann innerhalb von Stunden beim nächsten Sturm die letzten Blätter von den Bäumen zu fegen? Um dann innerhalb von Stunden den Winter ins Land bringen?

Noch ein paar Fotos aus Mütterchens Garten und eines meiner Lieblingsgedichte von Rilke:



Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. 
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, 
und auf den Fluren laß die Winde los. 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; 
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, 
dränge sie zur Vollendung hin und jage 
die letzte Süße in den schweren Wein. 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. 
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, 
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben 
und wird in den Alleen hin und her 
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben. 

Aus: Das Buch der Bilder, 1902

Samstag, 5. November 2011

Butterkuchen oder Zuckerkuchen

....oder Schuedi, wie ich ihn unter diesem Namen bei Paules ki(t)chen vor wenigen Tagen entdeckt habe. Ich habe ihn nachgebacken und bin begeistert! Bisher kannte ich doch nur Butterkuchen oder Zuckerkuchen vom Blech beim Bäcker. Supersüß und zu trocken. Kein Grund für eine kleine Sünde zum Kaffee. Aber bei diesem Rezept - 1000 Dank an Paule - ist die Verführung gelungen! Locker, aromatisch, saftig, was soll ich sagen - zu Dritt haben wir den Kuchen zum Kaffee vernascht.


Zutaten:
  • 350 g Mehl Type 550
  • 160 g Milch
  • 20 g frische Hefe
  • 50 g Butter
  • 30 g Rohrzucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
Für den Belag:
  • ca. 80 g weiche Butter
  • ca. 4 EL Rohrzucker
Zubereitung:

Hefe in 3 Esslöffel lauwarmer Milch auflösen und zur Seite stellen.

Restliche Milch, Butter und Zucker erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Zucker-Butter-Milch darf nicht zu heiß sein, sonst nimmt die Hefe Schaden!

Mehl in eine Rührschüssel geben. Milchmischung hinzugeben, sowie Ei und aufgelöste Hefe. Alles ungefähr 4 Minuten gut kneten. Salz hinzugeben und weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt 40 Minuten ruhen lassen.

Eine Tarte- oder Springform einfetten, das Rezept ist für eine Form von 28 cm Durchmesser.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, rund formen und mit den Händen in die Form drücken, nicht ausrollen. Zugedeckt erneut ca. 30-40 Minuten gehen lassen.

Backofen 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Anschließend mit dem Daumen mehrere Vertiefungen in den Kuchen drücken und Stückchen von der weichen Butter in den Löchern verteilen. Zum Abschluss etwas Butter über die gesamte Oberfläche streichen. Dann mit Zucker bestreuen, nicht zu zaghaft ;-)

Ca. 20 Minuten backen bis er die gewünschte Bräune hat.


Schmeckt frisch am besten, gern noch ein wenig warm. Sollte noch ein Stückchen am nächsten Tag übrig sein, dann kann man dieses für ca. 2 oder 3 Sekunden in die Mikrowelle geben. Der Kuchen ist wieder fluffig und schmeckt wie frisch aus dem Ofen.

Apfelkuchen - Oops-schon-weg-Kuchen

oder auch "Großmutters Schlupfkuchen"

Wer den Kuchen probiert hat, versteht sicherlich, weshalb dieser Kuchen in unserer Familie "Oops-schon-weg-Kuchen" heißt.


Zutaten:
  • 4 Eier
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 1/4 Tasse Mehl
  • 1 Teel. Backpulver
  • 8 Eßl. Öl
  • 1 Prise Salz
  • 1 kg Äpfel
Die Eier mit dem Zucker und einer Prise Salz zu einer fast weißlichen dicken Masse schaumig schlagen. Je fester der Schaum, desto besser!


Dann das mit Backpulver vermischte Mehl durchsieben und gut unterheben, zum Schluss das Öl. In eine Form gießen. Die in feine Spalten geschnittenen Äpfel darauf verteilen. Ca. 1 Stunde langsam bei Mittelhitze backen. Der Teig „schlupft“ dann über die Äpfel.

Nach dem Backen mit ein wenig zerlassener Butter beträufeln und mit Vanillezucker und/ oder Zimt bestreuen.

Johannisbeer-Baiser-Kuchen

Ich liebe rote Johannisbeeren! Schon damals hatte ich als "kleene Jöre" bei meiner Großmutter im Garten einen kleinen Strauch, dessen Beeren - nach meiner Meinung - immer besonders rot und groß und süß waren. Nur ich durfte ihn absammeln! Die Früchte in ein Schälchen, Zucker drüber, Kaffeesahne und dann mir der Gabel zerquetschen..... Lecker!

Hier ist ein Johannisbeer-Baiser-Kuchen (auch sehr schön mit schwarzen Joahnnisbeeren). Mariechen hat gebacken und vor dem Kaffeetrubel schnell noch ein Foto gemacht. Ein wunderbarer Kuchen!


Zutaten für 1 Springform (12 Kuchenstücke):
  • 125 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Salz
  • 1 Ei
  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 500 g rote Johannisbeeren (z.B. gefrostet)
Für den Belag:
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier, davon das Eiweiß
Butter geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Salz und Vanillezucker unterrühren. Danach das Ei zugeben und zum Schluss Mehl und Backpulver.

Den Teig in eine gefettete und auspanierte Springform streichen. Die Johannisbeeren darauf geben.

Backen bei 175 Grad ca. 25 Minuten.
In der Zwischenzeit die 2 Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. Nach 25 Minuten die Baisermasse auf die Beeren streichen. Dann ca. 8 Minuten bei 200-225 Grad backen.
Super gut, mit allen Obstsorten, die ein wenig saurer sind und nicht sehr süß, wie z.B. Stachelbeeren, Rhabarber.

Moussaka

...vielleicht nicht ganz das Original, aber ganz nach unserem Geschmack:


Zutaten:
  • 1 kg Hackfleisch (Rind oder Lamm)
  • 1 kg Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Zucchini
  • 1 Aubergine
  • 8 Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 ml Joghurt (am besten griechischer)
  • 3 Eier
  • Reibekäse (wir hatten Gouda und Parmesan gemischt)
  • 5 EL Tomatenmark
  • 2 EL Ajvar
  • Gewürze: Pfeffer, Salz, Cumin (Kreuzkümmel), Paprika (geräucherter oder Rosenpaprika), Oregano, Chili
Zubereitung:

Kartoffeln abwaschen und mit der Schale kochen.

Das Gemüse waschen. Die Zucchini in Würfel schneiden, die Tomate vierteln (dabei den grünen Strunk heraus schneiden), die Aubergine in Scheiben schneiden und an den Schnittstellen großzügig mit Salz bestreuen und mind. 15 min ziehen lassen.

Zwiebel und Knoblauch schälen. In Würfel schneiden. Etwas Olivenöl in einem Bräter erhitzen, Zwiebeln hinzufügen und kurz anbraten, Hackfleisch in den Topf geben und krümelig anbraten. Beim Wenden und Zerkleinern würzen mit etwas Salz, Pfeffer, Cumin (gibt den typischen Geschmack), Paprika, zum Schluss Ajvar und Tomatenmark.

Wenn die Kartoffeln inzwischen gar sind, abgießen und abschrecken mit kaltem Wasser.

In der Zwischenzeit die Auberginenscheiben abspülen und mit Küchenkrepp abtrocknen. Dann in Würfel schneiden.

Das fertig gebratene Hackfleisch in eine Schüssel füllen. Wieder ein wenig Olivenöl in den Topf geben, Zwiebelwürfel und Zucchiniwürfel hinzu. Mit Oregano, Salz, Pfeffer und ein wenig Thymian würzen. Nach ca. 5 Minuten die Tomatenviertel mit der Hautseite nach unten mit in den Topf geben. Kräftig anbraten bis die Zucchiniwürfel Farbe genommen haben. Ein herrlicher Duft erfüllt dann bereits die Küche! Dann ebenfalls in eine Schüssel oder auf einen extra Teller geben.

Wieder etwas Olivenöl in den Topf, Rest der Zwiebelwürfel und ein wenig Knoblauch hinzu, anbraten. Die Auberginenscheiben hinzugeben. Würzen mit Oregano, etwas Thymian, Pfeffer und Salz. Wieder kräftig anbraten und immer wieder wenden, damit die Auberginen gleichmäßig das Öl aufnehmen. Am besten schmecken die Auberginen, wenn sie etwas deutlich Farbe genommen haben. Diese Röststoffe sind wichtig für den Geschmack.

Während des Anbratens der Auberginen die Kartoffeln pellen und in Scheinen schneiden. Dann die Auberginen aus dem Topf nehmen.

Topf mit etwas Olivenöl auspinseln. Kartoffelscheiben auf dem Topfboden verteilen. Als nächste Schicht die Auberginenwürfel. Darauf das Hackfleisch. Oben drauf die Tomaten-Zucchini-Mischung.

Den Joghurt mit den Eiern gut verquirlen, etwas salzen und pfeffern. Über das Moussaka gießen. Darüber zum Abschluss den Reibekäse streuen.

Bei ca. 200 °C im Ofen überbacken (ca. 15 min).

Laßt es Euch schmecken!

Rhabarber-Streusel-Kuchen


Der Rhabarber ist ein Gemüse aus der Familie der Knöterichgewächse. Mehr dazu kann man bei Wikipedia nachlesen.

Ein Tütchen Rhabarber war noch im Tiefkühler, also gab es heute den leckeren Rhabarber-Streusel-Kuchen.

Zutaten:
  • 1 Hefeteig, ich hatte aus dem Supermarkt noch diesen im Hause. Und der wird super!
  • 1 kg Rhabarber (oder 2 -3 Stangen mehr)
  • 1 x Vanillezucker (den "guten" aus Rohrzucker mit Bourbonvanille) zum Bestreuen des Rhabarbers
  • 1x Vanillezucker zum Bestreuen des fertig gebackenen Kuchens
für die Streusel:
  • 175 g Mehl
  • 125 g Zucker
  • 125 g nicht zu weiche Butter
  • eine Prise Zimt
Den Teig nach Vorschrift zubereiten und gehen lassen. Ich nehme diese Menge für ein Blech. Schön dünn ausrollen, passt genau.

Den gewaschenen und in Stücke geschnittenen Rhabarber darauf verteilen (ich schäle ihn nicht, nur wenn es allzu holzige Stellen geben sollte).

Aus Mehl, Butter und Zucker habe ich während der Teigruhezeit auch schon die Streusel geknetet. Einfach Mehl, Zucker und Butter mit der Hand verkneten und zu Streuseln zerbröseln. Wenn die Butter zu weich ist, geht das Zerbröseln weniger gut, dann noch einmal in den Kühlschrank stellen.

Die Streusel auf den Rhabarber streuen und den Kuchen bei 180 °C ca. 30 min backen. Mit Sichtkontrolle, denn die Streusel sollten ganz leicht Farbe bekommen, damit sie schön knusprig-mürbe werden.

Den fertigen noch warmen Kuchen bei Bedarf mit Zucker bestreuen.

Und aufpassen, dass er es überhaupt schafft, vollständig abzukühlen ;-)

Hier habe ich übrigens noch was zum Schmunzeln:

Amerikaner

Heute hat mir mein Lieblingsbäcker, Bäcker Süpke, mit seinem neuesten Beitrag "Die Amerikaner und der Kapitalismus" ganz besonders das Herz aufgehen lassen: Rezept und eine kurze Geschichte zum "echten" Amerikaner (dem Gebäck natürlich).

Da fiel mir ein, dass ich vor langer Zeit von Tante Helga (einer gebürtigen Thüringerin) auch schon einmal ein einfaches Rezept für die "echten" Amerikaner bekommen hatte. Und mit "echt" meine ich kein Rezept mit Backpulver! Ich verwende hier das Rezept von ihr, werde aber sicher auch das vom Bäckermeister nachbacken. Das Foto zum Amerikaner ist nicht schön, aber so schaut er halt aus. In Kürze werde ich versuchen, frisch gebackene Amerikaner besser in Szene zu setzen ;-)

Amerikaner, ein "echter". Mit Hirschhornsalz gebacken.

Zutaten (für ein Blech, ca. 5 - 6 Stück):
  • 210 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 1 TL Hirschhornsalz
  • 1 Ei
  • 1/8 l Milch
  • 30 g weiche Butter
Zubereitung:

Hirschhornsalz in der Milch gut auflösen. Alles gut miteinander verrühren.
Blech mit Backpapier belegen. Teighäufchen in gutem Abstand auf das Blech setzen (ca. 2 EL pro Häufchen).

Bei 180 °C ca. 25 min. backen. Küche gut lüften, denn beim Backen entweicht ein fast beißender Geruch vom Hirschhornsalz.

Nach dem Backen und Auskühlen die glatte Unterseite mit Zuckerguß überziehen.

Zuckerguß:

Puderzucker sieben und mit so wenig Milch verrühren, dass ein dicker Brei entsteht. Mit einem Messer die Oberfläche glatt bestreichen.

Was ist Hirschhornsalz?

Backtriebmittel Ammoniumhydrogencarbonat, auch als E 503i bekannt. Darf nur für flache Gebäcke, wie Spekulatius, Pfefferkuchen, Amerikaner o.ä. verwendet werden, damit beim Backen das Ammoniak entweichen kann.
siehe auch hier

Mürbeteig


Zutaten:
  • 75 g weiche Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
Zubereitung:

Alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten. Das geht sehr gut auch mit der Hand. Zum Ausruhen in den Kühlschrank geben. Ich hatte heute keine Zeit und habe ihn gleich in eine Springform gegeben und mit beiden Händen flach gedrückt.

Als Grundlage für einen Quarkkuchen habe ich zusätzlich an den Rändern den Teig etwas hoch an den Rand gedrückt.

Die Teigmenge reicht gerade sehr gut für eine Springform und wird schön dünn.

Stachelbeer-Quark-Kuchen


Zutaten für den Mürbeteig:
  • 75 g weiche Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
Zubereitung:

Alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten. Das geht sehr gut auch mit der Hand. Zum Ausruhen in den Kühlschrank geben. Ich hatte heute keine Zeit und habe ihn gleich in eine Springform gegeben und mit beiden Händen flach gedrückt.

Zutaten für den Belag:
  • 1 Glas Stachelbeeren, Beeren gut abtropfen lassen
  • 500 g Quark
  • 1/2 Tütchen Puddingpulver Vanille
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Zucker
Zubereitung:

Den Mürbeteig gleichmäßig in einer Sprinform verteilen, entweder mit einer kleiner Kuchenrolle oder mit der flachen Hand gleichmäßig verteilen.

Darauf die abgetropften Stachelbeeren verteilen.

Für die Quarkmasse Eier mit dem Zucker einschl. Vanillezucker gut schaumig rühren. Quark und Puddingpulver unterrühren.

Die Quarkmasse über den Stachelbeeren verteilen und im vorheizten Ofen bei 180 °C ca. 45 Minuten backen.

Roggensauerteig ansetzen

Roggensauerteig gibt es auch zu kaufen, flüssig oder getrocknet. Aber wenn ich schon auf das Haltbarkeitsdatum schaue... Lebt der noch?

Einen Versuch war es wert. DANKE wieder an Bäcker Süpke.


Zutaten:
  • 100 ml warmes Wasser
  • 100 g Roggenmehl 1150
  • 5 g gemahlener Kümmel
24 h bei Raumtemperatur stehen lassen (nicht zu kalt), dann wieder füttern mit 100 ml Wasser und 100 g Roggenmehl, wieder 24 Stunden stehen lassen.

Am nächsten Morgen waren kleine Bläschen an der Oberfläche des Sauerteigs und dann dieser wunderbare säuerliche Geruch!

Jetzt damit backen und einen eventuellen Rest in den Kühlschrank stellen. Dieser ist dann das Anstellgut für einen neuen Sauerteig. Das Reifen geht dann natürlich schneller.

Allerdings sagt man, dass ein Bäckerlehrling erst nach 2 Jahren einen Sauerteig beherrscht. Da steht man als interessierter Hobbybäcker irgendwo am Anfang.
An dieser Stelle ein Zitat vom Meister Bäcker Süpke: Man nimmt 1 kg Roggenmehl, 1 l Wasser und 50g gemahlenen Kümmel. Das wird verrührt, TT 30°C. Dann tut man eine halbe geschälte Zwiebel oben drauf und deckt das ganze zu. 24 h bei Raumtemperatur stehen lassen. Dann nochmal anfrischen: 1kg Roggenmehl. 1 l Wasser (Zwiebel weg!). TT 30. Wieder einen Tag bei Raumtemperatur stehen lassen. Das nimmt man dann als Anstellgut für den neuen Sauer. (Für Hobbybäcker natürlich nur mit 50g Mehl das Ganze herstellen!). Die Zwiebel “erschreckt” Bakterien, die NICHT in den Sauer sollen. Der Kümmel LOCKT Bakterien an, die unbedingt in den Sauer sollen. Das ist eine Uralte Methode und sie wurde mir schon von mehren alten Bäckermeistern erzählt. (Bin ich ja auch schon bald!)
siehe auch: Bäcker Süpke's Welt

Fatburner Marmelade


Zutaten:
  • 250 g gewaschene Früchte (Himbeeren nicht waschen), lecker sind Himbeeren oder rote Johannisbeeren. In einen kleinen Topf geben.
  • 75 g Fruchtzucker hinzufügen. Köcheln lassen, bis die Früchte zerfallen.
  • Das Mark einer halben Vanilleschote hinzufügen,
  • ebenso 1,5 g Zitronensäure (auch Vitamin C-Pulver).
  • 1/2 Teel. Agar-Agar mit 2-3 EL Wasser verrühren
und zu den Früchten geben. Nochmals ca. 2 min. köcheln lassen. In Gläser füllen.


Wird erst beim Erkalten fest!

Montignac:

Zucker: 70
Fruchtzucker: 20

Spiegelei mit Sucuk

oder einfach: Sucuklu Yumurta


Schnell in der Pfanne gebrutzelt und alle Mitesser sind glücklich! 


Zutaten für 2 Personen:
  • 4 Eier
  • 1 Sucuk
  • 2 Handvoll gehackte glatte Petersilie
  • 1 Paprikaschote
  • 4 mittlere Strauchtomaten
  • 1/2 Zwiebel
  • 10 Oliven (grün) oder echte schwarze ;-)
  • Pul Biber (Chilli) und nach Geschmack etwas Sumach
  • Olivenöl
In der Türkei isst man Sucuk Yumurta sehr gern schon zum Frühstück. Warum nicht? Probiert es aus, dann werdet ihr es verstehen.

Zubereitung:

Die Zwiebel in Streifen schneiden (oder Würfel, je nach Vorliebe). Paprika in Stücke schneiden die Tomate vierteln, salzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Sucuk enthäuten und in dünne Scheiben schneiden. Die Petersilie waschen und hacken.

Und nun wird gebraten. Ich habe es in zwei Portionen gemacht. So erhält jede Portion den Inhalt einer Pfanne unbeschadet auf den Teller.

In einer großen Pfanne die Hälfte von Zwiebel und Paprika anbraten, die Hälfte der Sucuk hinzufügen. Sie wölben sich, deshalb nach einem Moment umdrehen. Die Hälfte der Tomaten hinzu und ca. 1/2 Minute weiter braten. Dann 2 Eier in die Pfanne schlagen, Hitze minimieren. 5 Oliven in der Pfanne verteilen. Braten bis das Spiegelei die gewünschte Festigkeit hat. Ich mag es immer eher noch recht weich.

Vorsichtig auf einen Teller gleiten lassen und ein wenig salzen und pfeffern. Eine Prise Pul Biber und Sumach darüber streuen. Dann die Petersilie auf dem Teller verteilen.

Dazu passt Pide, aber auch Baguette oder eine Scheibe kräftiges Schwarzbrot.

Montignac:

Kein Brot dazu!

Afiyet olsun!

Unser täglich Brot

...gib uns heute



Mein Roggensauerteig macht sich zur Zeit sehr gut,  "der geht ab wie Schmidts Katze". Also macht das Backen so viel Spaß, dass ich sogar Brot einfrieren kann.

Heute wollte ich probieren, ob ich mit einer geringen Hefemenge noch mehr Lockerheit in die Krume zaubern kann. Das Ergebnis ist fantastisch! Ein herzhaftes Brot, ganz frisch mit feucht-lockerer Krume und sehr würziger Kruste.

Also gab es heute zum Abendbrot "Stulle mit Brot". Das Brot mit Tartare (Schabefleisch mit Eigelb vermischt, Salz, Pfeffer, Zwiebel), Gouda, Ziegenkäse, Tomate, Gurke, Salami, Kochschinken und Teewurst. Dazu heute eine sehr schöne Sauerrahmbutter. Und ein kühles Hefeweizen rundet das deftige Mahl ab.

Sauerteig - Roggenmischbrot mit Hefe:
  • 400 g reifer Sauerteig
  • 290 g Roggenmehl 1150
  • 210 g Weizenmehl 1050
  • 5 g frische Hefe
  • 1 gestr.TL gemahlener Kümmel
  • 1 gestr. TL Brotgewürz
  • 1 gestr. TL Roggenmalz (kann man weglassen)
  • 16 g Salz
  • 300 ml lauwarmes Wasser
Gut verkneten. Ich habe hier den Mixer arbeiten lassen. Den Teig anschl. 45 min. ruhen lassen. Dann habe ich ihn vorsichtig mit einem leicht angefeuchteten Teigschaber aus der Schüssel in einen runden Gärkorb befördert. Alternativ kann man eine Schüssel mit einem Leinentuch auslegen, das gut eingemehlt worden ist.

Nach ca. 1 Stunde dann das Brot auf das Backblech stürzen. Ich benutze nun schon seit einiger Zeit ein Lochblech und bin damit sehr zufrieden.

Den Ofen auf 270°C vorheizen. Dabei ein kleine Schüssel Wasser auf den Herdboden stellen. Kurz vor dem Einschießen sprühe ich die Ofenwände links und rechts noch einmal mit Wasser ein. Die Ofentür dann ganz schnell wieder schließen.

Der Teig hatte bei mir bisher immer eine recht feucht-klebrige Konsistenz. Nach dem aufs-Blech-Stürzen ging der Teig etwas in die Breite. Dabei riss dann schon die bemehlte Oberfläche etwas auf.

Im Ofen zunächst 10 min. bei 270°C backen. Nach 10 min. wieder sprühen und die Temperatur auf 220°C drosseln. Dann weitere 40 - 45 min. backen. Nach der Hälfte der Backzeit nehme ich übrigens die Schüssel wieder aus dem Ofen.

Das Brot bekommt nun (zum Glück) noch etwas Ofentrieb und bekommt an der Oberfläche leichte Risse und somit eine sehr schöne Struktur auch ohne Einschnitte. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf der Unterseite hohl klingt.

Uns gefällt's und vor allem schmeckt es uns vortrefflich!

Omelette

Wenn der kleine Hunger quält... Super schnell fertig, leicht, lecker, wandlungsfähig und ganz nach Montignac.



Zutaten:
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Wasser
  • 1 EL Butter
Zubereitung:

Die Eier in einem Schälchen mit einer Gabel aufschlagen. Eine Prise Salz und den Eßlöffel Wasser unterrühren. In einer Pfanne die Butter schmelzen. Wenn sie heiß ist, die Eier hinzufügen.

Die Pfanne leicht schütteln (siehe Video!). Wenn die Oberfläche anfängt zu stocken, das Omelette auf einen Teller "klappen" (siehe Video!). Eventuell etwas Petersilie darüber streuen. Oder einfach pur genießen. So einfach kann guter Geschmack sein: Ei, etwas Salz und Butter!

Buttermilchkuchen

Ein wunderbarer Kuchen! Nach einem Rezept von Bäcker Süpke. Besten Dank dafür :-)


Rührteig:
  • 3 Eier
  • 300 g Zucker
  • 600 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 400 ml Buttermilch
Zunächst die Eier mit dem Zucker schön schaumig aufschlagen. Dann Mehl,  Backpulver und Buttermilch mit dem Mixer unterrühren.

Den Teig auf ein gefettetes Blech streichen.

Dann:
  • 130 g Kokosraspeln
  • 200 g Zucker
Mischen und auf  dem Teig gleichmäßig verteilen. Den Kuchen ca. 20 Minuten bei 160-180°C backen.

Der Kuchen muss ein wenig „Farbe bekommen“, ohne zu verbrennen.

Anschließend:
  • 150 g Butter
  • 150 g Sahne
aufkochen und auf den warmen gebackenen Kuchen gießen.

Ganz frisch aus dem Ofen (und noch warm) schmeckt er natürlich am besten.

Das Rezept kommt aus Thüringen, gefunden habe ich es auf der Seite von Bäcker Süpke.

Allerdings habe ich den Zucker etwas reduziert, der Frühlings kommt bestimmt…..      Der Kuchen ist dennoch süß genug.

Umrechnungstabelle Trockenhefe zu frische Hefe



Mit dieser Tabelle wird das Umrechnen sicher einfacher:

Trockenhefe

(g)
frische Hefe

(g)
1 3
1,33 4
1,66 5
2 6
2,33 7
2,66 8
3 9
3,33 10
3,66 11
4 12
4,33 13
4,66 14
5 15
5,33 16
5,66 17
6 18
6,33 19
6,66 20
7 21

1 Packung frische Hefe 42 g

1 Tüte Trockenhefe 7g

Triebkraft: 1 Tüte Trockenhefe = ½ Packung frische Hefe

7 g Trockenhefe = 21 g frische Hefe

Parmesan-Brotstangen

Eine Idee als Mitbringsel oder für einen gemütlichen Abend mit Freunden, wenn bei Bier und Wein der kleine Hunger kommt.

Diese Brotstangen aus dem Buch von Richard Bertinet haben es mir angetan. Nachgebacken, aber leicht abgewandelt:



Und so geht's:

Zutaten für den Teig:
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 0,30l kaltes Wasser
  • 12 g frische Hefe, im Wasser auflösen
  • 10 g Meersalz
  • 5 g Backmalz
  • ca. 10 g zerlassenes abgekühltes Schmalz
Zutaten für die Füllung:
  • 100 g schwarze Oliven
  • 100 g getrocknete Tomaten
  • 100 Parmesan
  • 2 TL getrocknete italienische Kräuter oder Kräuter der Provence
Die Zutaten für den Teig gut miteinander verrühren und mehrere Minuten verkneten. Dabei wird der Teig deutlich geschmeidiger und elastischer.  Mit einem Küchentuch abdecken und 1 Stunde bei normaler Zimmertemperatur ruhen lassen.
Dann den Teig vorsichtig auseinander ziehen (er ist elastisch wie ein Kaugummi) und übereinanderschlagen, dabei die Teigenden aneinander drücken. Vorsichtig in die Schüssel legen und wieder 1 Stunde ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zutaten für die Füllung in kleine Würfel schneiden bzw. fein hacken. Ich hatte getrocknete Tomaten, die nicht in Olivenöl eingelegt waren. Ich habe sie mit kochendem Wasser überbrüht und kurz ziehen lassen.

Um die Masse geschmeidiger zu machen, habe ich noch einen Teelöffel Olivenöl untergerüht. Die Füllung sollte aber nicht vor Öl triefen!

Nach einer Stunde hat sich das Volumen des Teiges nahezu verdoppelt. Vorsichtig mit einer Teigkarte aus der Schüssel befördern. Die Luft sollte im Teig bleiben! Auf der ganz leicht bemehlten Arbeitsplatte wieder auseinander ziehen, so dass eine rechteckige Form entsteht. Darauf die Füllung verteilen, eher damit betreuen. Dann jeweils von der linken und rechten Seite zur Mitte einschlagen. Die Teigkarte gerne zu Hilfe nehmen. Die Teigenden wieder andrücken.

Den freien Teil der Arbeitsfläche leicht einmehlen (z.B. auch mit Maismehl oder Hartweizengrieß).

Nun mit der Teigkarte oder einem großen Messer ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden. Auf die bemehlte Fläche legen und sofort an beiden Enden verdrehen und leicht andrücken, damit die Füllung im Inneren bleibt.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Backpapier macht sich gut, weil es leicht passieren kann, dass Teile der Füllung sonst auf dem Backblech anbrennen.

Im auf 220°C vorgeheizten Ofen ca. 15 min. backen.

Ost-Schrippe

Schrippen, die wie in der Kindheit schmecken. Die Ost-Schrippe ;-)
Schmecken wie früher:
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 0,30l kaltes Wasser
  • 12 g frische Hefe, im Wasser auflösen
  • 10 g Meersalz
  • 5 g Backmalz
  • ca. 10 g zerlassenes abgekühltes Schmalz
Alles gut miteinander verrühren und mehrere Minuten verkneten. Mit einem Küchentuch abdecken und 1 Stunde bei normaler Zimmertemperatur ruhen lassen.
Dann den Teig etwas flach drücken, strecken und übereinanderschlagen, wieder 1 Stunde ruhen lassen.
Anschließend in 6 – 7 gleich große Portionen aufteilen. Flach drücken, ein bis zweimal übereinanderfalten, dann mit der hohlen Hand gut umschließen und auf der Tischoberfläche drehen, als würde man einen Wasserhahn aufdrehen müssen. Dabei muß die Unterseite des Brötchens deutlich auf der Arbeitsfläche „schleifen“.
Die schönen runden Teile auf das Backblech setzen (mit bemehltem Backpapier).
Wieder mit dem Küchentuch abdecken und 20 min. ruhen lassen. Mit einem sehr scharfen Messer beherzt einschneiden, wieder abgedeckt weitere 15 min ruhen lassen.


Ofen in der Zwischenzeit vorheizen auf 220°C. Auf den Boden des Ofen eine feuerfeste Schüssel mit Wasser stellen. Den Wasserdampf brauchen wir beim Backen.
Brötchen vorsichtig mit Wasser bepinseln oder einsprühen und ab in den Ofen für ca. 20 min. Gut sind sie, wenn man sie beim Klopfen auf der Unterseite hohl klingen.
Bon Appetit!
Rezept gefunden bei Bäcker Süpke, http://baeckersuepke.wordpress.com/

Danke!!



Kotosoupa Avgolemono

Uns war mal wieder nach einer leichten Suppe. Diese griechische Suppe ist schnell zubereitet und schmeckt erfrischend.



Wer sich nach Montignac ernähren möchte, müsste den Reis weglassen. Eine Alternative wäre der Vollkorn-Basmatireis, der einen GLYX von 45 hat. Noch besser und im "grünen Bereich" liegt der Wildreis (der ja eigentlich kein Reis ist) mit einem GLYX von 35.

Nachzulesen in der Tabelle der glykämischen Indizes bei Montignac.

Zutaten:
  • 1 Hähnchen (oder 4 Hähnchenbrüste oder 4 Hähnchenkeulen)
  • 1 Lorbeerblatt, 3 Pimentkörner, 10 Pfefferkörner, Salz
  • 1/2 Zwiebel
  • 3-4 Eier
  • 1-2 Zitronen
  • Petersilie
  • 2 Tassen gekochten Reis
Zubereitung:

Das Huhn mit den Gewürzen und der halbierten Zwiebel kochen.

Tipp: Die halbierte Zwiebel in einer trockenen beschichteten Pfanne etwas anrösten. Gibt ein noch schöneres Aroma.

Im Schnellkochtopf entfällt nahezu das aufwändige Abschäumen und es dauert nur ca. 45 min, bis das Huhn schön weich ist und fast von selbst vom Knochen fällt.

Brühe durch ein Sieb seihen. Vom Knochen gelöstes und in Stücke geschnittenes Huhn beiseite stellen. 4 Eier gut aufschlagen, langsam den Saft einer frisch gepreßten Zitrone hinzufügen. 1 - 2 Kellen heiße Brühe schnell unter die Ei-Mischung rühren. Dann diese Ei-Mischung flott unter die Brühe Rühren. Hühnerstückchen wieder in die Suppe geben. Gehackte Petersilie hinzu und abschmecken mit Salz mit frisch gemahlenem Pfeffer.

Den gekochten Reis unterrühren und nicht mehr kochen lassen, da sonst die Suppe gerinnt.

Frisches Brot dazu reichen.

Montignac:

Den Reis weglassen und kein Brot dazu essen.

GLYX:
  • Reis (weiss): 70
  • Basmati Vollkorn: 45
  • Wildreis: 35
  • Baguette-Brot: 70
  • Vollkornbrot (100%) mit Sauerteig: 45

Pancakes

Ein kleiner schneller Imbiss nicht nur für Studenten ;-)


Zutaten:
  • 125 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Ei
  • 150 ml Milch
  • 20 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • Ahornsirup zum Übergießen
Die trockenen Zutaten Mehl, Backpulver, Natron (dadurch wird der Teig besonders schön locker) und die Prise Salz zunächst in einer Schüssel vermischen.
In einer anderen Schüssel das Ei gut aufschlagen, geschmolzene Butter und Milch hinzufügen. Mit der Mehlmischung verrühren. Eventuell noch Milch unterrühren, wenn der Teig zu fest sein sollte. Er sollte eine glatte, cremige und klümpchenfreie Konsistenz haben.

In einer heißen Pfanne Butterschmalz erhitzen. Darin ca. 2 EL Teig je Pancake verteilen. In die Pfanne passen je nach Größe 1-3 Pancakes. Hitze reduzieren.
Zunächst auf der einen Seiten backen. Wenn sich kleine Bläschen bilden und die Oberfläche trocken ist, Pancake wenden. Die Pancakes sollten goldbraun sein.


Mit Ahornsirup stilecht amerikanisch servieren. Aber auch gern nach Geschmack mit Apfel- oder Pflaumenmus o.ä.

Möhren-Orangen-Suppe

Diese Suppe ist schnell zubereitet, schont das Budget ist eine gute Idee als kleiner Imbiß, wenn Freunde kommen.


Zutaten:
  • 2 mittelgroße Orangen
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 500 g Möhren (gern auch 2 -3 mehr)
  • 2 TL Curry-Pulver
  • 1 Stück frischer Ingwer (Haselnuss-groß)
  • 0,5 l Gemüsebrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • etwas Salz und Pfeffer aus der Mühle
Die beiden Orangen gut auspressen. Die beiden Zwiebeln schälen, fein würfeln und in der Butter glasig anschwitzen. Die Möhren schaben, waschen, in Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben. Ebenfalls das Stück Ingwer schälen, in Scheiben schneiden und zusammen mit dem Curry-Pulver dazugeben, die Mischung kräftig durchrühren und mit der Gemüsebrühe ablöschen.



Nun noch den frisch gepressten Orangensaft hinzugießen und alles zusammen aufkochen. Die Schlagsahne dazugeben und nochmals köcheln lassen, bis die Möhren gar sind. Die Suppe fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten gleich heiß servieren.

Eine perfekte Vorspeise oder aber auch ein lecker Süppchen am Abend.

Verfeinern: Frische Kresse darüber streuen, feine Streifen von aromatischem Schinken (z.B. Schwarzwälder Schinken), geröstete Brotwürfel, geröstete Sonnenblumenkerne, gehackte Petersilie o.a.

Frisches Schwarzbrot (Vollkorn oder Roggenbrot) paßt gut dazu.

Montignac:

NEIN!

Möhren, gekocht    85

Möhren, roh    30

Kokos-Marmorkuchen

Ein schnelles Foto, bevor der Kuchen schon weggefuttert war :-)


Zutaten:
  • 125 g weiche Butter
  • 80 g Zucker (ich hatte 1 Päckchen Vanillezucker + 3 EL Zucker)
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 280 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 100 ml Kokosmilch (meine war so dick, ich habe 100 g abgewogen)
  • 4 EL Kokosraspeln
  • 4 TL Kakaopulver
  • 1 1/2 Tafeln Bitterschokolade
  • 1 Handvoll Kokoschips
Zubereitung:

Butter mit Zucker und der Prise Salz gut schaumig rühren. Eier nacheinander jeweils ca. 1/2 Minute unterrühren.

Mehl und Backpulver sieben. Mit Kokosraspeln und Kokosmilch unterrühren. Teig halbieren.

Den gelben Teil in eine gefettete und ausgebröselte (oder ausgemehlte) Kastenform füllen. Unter die andere Hälfte das Kakaopulver unterrühren. Die dunkle Hälfte ebenfalls in die Form geben. Eine Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen, damit eine Marmorierung entsteht. Ich habe es nicht gemacht :-)

In den auf 175 °C (Umluft 160 °C) vorheizten Ofen geben und ca. 50 Minuten backen. Danach ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann mit der Kuchenglasur bestreichen.

Dazu:

Schokolade in Stücke brechen und in eine kleine Schüssel geben. Einen kleinen Topf mit wenig Wasser füllen und auf kleiner Flamme auf dem Herd erhitzen. Die Schüssel auf den Topf stellen (die Schüssel sollte nicht im Topf schwimmen, sondern einen größeren Durchmesser als der Topf haben).

Über den entstehenden Wasserdampf erwärmt sich der Schüsselboden und bringt die Schokolade sanft zum Schmelzen. Wenn sie flüssig ist, auf dem Kuchen verteilen und mit den Kokoschips bestreuen.

Lecker!!

Montignac:

NEIN ;-(

Tarte à la Neige

Schmeckt nicht nur im Winter, denn von diesem Schnee kann man nicht genug bekommen.




Man braucht:
  • 2 Springformen (gefettet oder mit Backpapier ausgelegt)
  • Rührgerät mit Rührbesen
Für die zwei Böden:
  • 100 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 125 Gramm Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 4 Eigelb
100 Gr. warme Butter mit 100 Gramm Zucker schaumig schlagen. Vanillezucker, Backpulver) 125 Gr. Mehl und 4 Eigelb unterrühren. Teig auf zwei Springformböden verteilen.

Für die Baisermasse:
  • 4 bis 5 Eiweiß
  • 200 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Mandelplättchen
4 Eiweiße steif schlagen und 200 Gr. Zucker dazu geben. Eischnee auf beide Böden verteilen. Mandelplättchen auf beide Böden streuen.

Beide Böden (Teig, Eischnee, Mandeln) für ca. 20 Minuten bei 180 Grad backen. Die Baisermasse soll nicht zu braun werden! Wenn beide gleichzeitig im Ofen sind, nach 10 Minuten von oben nach unten wechseln, damit keiner der beiden Böden zu braun wird. Nach dem Backen einen Boden in der Form erkalten lassen. Den anderen Boden aus der Form lösen und nach dem Erkalten in schmale Tortenstücke schneiden.

Für die Fruchtmasse:
  • 1 Glas Sauerkirschen oder Stachelbeeren
  • 1 Päckchen Tortenguss (rot oder hell)
Früchte gut abtropfen lassen (Kirschen, Stachelbeeren). Auf dem Boden in der Form verteilen. Tortenguss (rot für Kirschen, hell für Stachelbeeren) zubereiten und auf den Früchten verteilen.




Für die Sahneschicht:
  • 500 Gramm Schlagsahne (ich hatte 250 ml Creme fin wegen der Kalorien, reicht auch)
  • 1 Päckchen Sahnesteif (bzw. 1/2 Päckchen)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
500 Gramm Schlagsahne mit Sahnesteif und Zucker (nach Geschmack) ganz steif schlagen und auf dem Tortenguss verteilen. Jetzt die einzelnen Tortenstücke des zweiten Bodens vorsichtig auf die Sahnemasse legen. Alles ganz fein mit Puderzucker bestreuen. Die Torte am besten noch 2/3 Stunden kalt stellen.


Diese Tarte wurde auch einmal im Promi-Dinner gebacken.... Das Rezept haben wir allerdings verbessert ;-)
Vielen Dank an Kirsten!

Türkische Hackfleischpizza

Das Rezept habe ich in der Zeitschrift "LECKER" gefunden. Und endlich habe ich es auch ausprobiert. Wir fanden diese Pizza ausgesprochen LECKER!



Zutaten für den Teig (für ein Blech):

Ich habe mich für den Pizza-Teig nach Jamie Oliver entschieden:
  • 400 g Mehl (Typ 550)
  • 100 g Hartweizengrieß (am besten Semola di grano duro)
  • 1/2 gestr. EL feines Meersalz
  • 1/2 EL feiner brauner Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder 25 g frische Hefe)
  • etwa 325 ml lauwarmes Wasser
Mehl abwiegen, in eine Schüssel geben. Zucker hinzu. In der Mitte eine kleine Mulde machen. Im lauwarmen Wasser die frische Hefe auflösen (Trockenhefe einfach unter das Mehl geben), in die Mulde gießen und mit einem Teil vom Mehl verrühren. Ein frisches Küchentuch über die Schüssel legen und an einen warmen Ort stellen (ca. 1/4 Stunde).
Nun auch das Salz hinzufügen und einen schönen geschmeidigen Teig kneten. Dazu am besten den Teigklumpen auf eine saubere Arbeitsfläche geben und los geht's. 5- 10 Minuten engagiert kneten ;-)
Dann den Teig wieder in die Schüssel, Küchentuch darüber und weitere 30 Minuten ruhen lassen. Ofen auf 220° C vorheizen.

Zutaten für den Belag:
  • 750 g Rinderhackfleisch oder 500 g Rinderhack/ 250 g Lammhack
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 gelbe und eine grüne Paprikaschote
  • 1 Glas eingelegte Peperoni (ich hatte mild eingelegte)
  • 1 Schafskäse (ca. 200 g)
  • grüne oder schwarze Oliven (echte ;-))
  • 1 Glas gehackte Tomaten vermischt mit 1 EL Ajvar
  • Olivenöl
  • Kreuzkümmel
  • getrockneten oder frischen Thymian aus dem Blumenkasten
  • Sumach und Pul Biber (gibt es beim türkischen Händler)
  • Pfeffer, Salz
Das Hackfleisch mit dem Knoblauch und der gewürfelten Zwiebel, Salz, Pfeffer und ca. 1EL Kreuzkümmel (Cumin) kräftig krümelig anbraten.

Den Teig auf einem gefetteten Blech ausrollen. Die Tomatensauce auf die Teigplatte streichen. Das angebratene Hackfleisch darauf verteilen. Die in feine Streifen geschnittene Paprika, die halbierten Oliven, die Peperoni und den Schafskäse darauf anordnen. Etwas Thymian und Sumach darüber streuen und im auf 200 ° C vorgeheizten Ofen ca. 25 min. backen.

Pul Biber kann sich jeder nach Geschmack noch über die Pizza streuen. Ich mag es eher, wenn auch noch die anderen Geschmackskomponenten eine Chance haben.

Dazu passt ein kühles Hefeweizen oder Pilsener. Aber auch ein Glas Ayran - gut gekühlt - schmeckt dazu fantastisch.

AYRAN
  • 500 g Joghurt (am besten Schafmilch-Joghurt)
  • ca. 500 ml Wasser
  • Meersalz
Alles gut und kräftig verrühren, darf etwas schaumig werden. Gut gekühlt ein super Durstlöscher.

Afiyet olsun!

Gegrilltes Gemüse


Zutaten:
  • 3 rote Spitzpaprika
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Aubergine
  • 3 kleine Zucchini
  • 500 g Cocktailtomaten
  • Schafskäse
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Zitrone
  • Frisch gemahlener Pfeffer, Gewürzmischung „Italienische Kräuter“ oder Herbaria „Duft der Macchia“
  • Meersalz
  • Olivenöl

Zubereitung:

Gemüse waschen. Aubergine vom Stiel befreien und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Diese Scheiben von beiden Seiten dick mit Salz bestreuen und einwirken lassen. Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Zucchini an beiden Enden verputzen, halbieren und in der Länge in dünne Scheiben schneiden. Cocktailtomaten halbieren, grünen Stielansatz herausschneiden. Paprika putzen und nach Belieben in Stücke schneiden.

Gemüse auf ein Blech geben. Mit Salz, getrockneten Kräutern und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Dann die Auberginenscheiben abwaschen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Würzen und in Stücke schneiden. Zu dem Gemüse auf das Backblech geben. Alles mit wenig Olivenöl beträufeln und mit den Händen einmal gut untermengen, so dass alle Gemüsestücke vom Olivenöl benetzt sind.

Bei 200°C ca. eine halbe Stunde backen. Zwischendurch einmal mit dem Pfannenwender durchrühren. Das Gemüse soll ruhig an einigen Stellen „Farbe“ bekommen, es soll wie gegrillt aussehen.

Aus dem Ofen nehmen. Grob gehackte Petersilie untermengen. Mit etwas frischem Zitronensaft beträufeln und Schafskäsewürfel unterheben. Kann man aber auch weglassen.

Dazu passt frisches Baguette oder gutes Schwarzbrot.

Montignac:

Passt gut, auch in Phase I, allerdings KEIN Brot dazu essen!

Thai-Suppe

Ein Rezept aus der Familie. Auf einem A4-Blatt handschriftlich festgehalten, was eine echte Thailänderin -Teav - diktiert hat. Wirklich sehr lecker!



Jetzt spare ich mir einfach mal die Erfassung des Rezeptes. Hier folgt die Mitschrift von unserer Oma Inge. Vielen Dank ;-)



Nur ein Hinweis: Ich habe nicht Hähnchenbrüste verwendet, sondern ein ganzes Huhn gekocht. Dadurch hatte ich eine fantastische Brühe. Der Saft von 2 Zitronen war für den Geschmack ganz wichtig. Und ich habe nur je 1/2 Bund Koriander und Minze genommen.

Als Einlage hatte ich Nudeln aus dem Asia-Laden. Separat gekocht und dann beim Servieren erst auf dem Teller drapiert und mit Suppe aufgefüllt. Und: Wir hatten bewußt "viel Dickes" auf dem Teller, dazu aber die herrlich würzig-scharfe Brühe.

Als Topping gab es fein geschnittenes Zwiebellauch und frische Mungobohnenkeime (von der Fensterbank).
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